Blog

Pferdefotografie

Sonnenaufgangsshooting am Murtensee

Hallo! 🙂

Von diesem Shooting kann ich wirklich behaupten dass es eines der sponansten Shootings war, die ich je hatte. Denn Wendy schrieb mich am Abend vorher an, ob ich Zeit hätte. Und wie ich bei einem Seeshooting Zeit hatte! 😀

Nach nicht viel Schlaf trafen wir uns also am Morgen kurz vor Sonnenaufgang am See. Die Bedingungen hätten nicht besser sein können. Wunderbares Wetter und Morgenrot. Pures Glück! Delaya schien ausserdem das Wasser zu lieben. Die süsse Stute hörte bis zum Schluss nicht auf zu plantschen. Glücklicherweise war das Wasser Ende Sommer noch sehr warm.

Wie immer möchte ich lieber die Bilder für sich sprechen lassen. 🙂

 

Allgemein

Zeit für etwas Real Talk

Hallo liebe Leser!

Über diesen Beitrag habe ich sehr lange nachgedacht. Ob ich ihn überhaupt schreiben soll und auch wie ich meine Gedanken am besten formuliere..
Aber in den letzten Monaten bin ich immer wieder über das Thema gestolpert und möchte diesen Blog nutzen um hoffentlich einige zum Nachdenken anzuregen 🙂

„Bei meiner Hochzeit hat uns der Fotograf die restlichen Bilder unbearbeitet dazugegeben. Warum gibt es bei dir nur so wenig Dateien?“

In diesem Satz kommen gleich zwei Aussagen vor, auf die ich genauer eingehen möchte. Beginnen wir von vorne. Ein Fotograf, der die unbearbeiteten Dateien zu den gekauften (und von ihm bearbeiteten) Fotos dazugibt. Für mich gibt es mehrere Gründe, das nicht so zu machen. Erstens, weil ich eine Perfektionistin bin, und mich dieses halb bearbeitet – halb roh stören würde. Dann entweder ganz oder gar nicht. Und zweitens, weil ich in Raw fotografiere. Raw ist so etwas wie die Rohdatei eines Bilder und wird während oder nach der Bearbeitung in ein JPEG, welches die Kunden schlussendlich erhalten, umgewandelt. Ich bearbeite jedes Bild minimal. Auch wenn es sich manchmal nur um etwas aufhellen oder abdunkeln handelt. Der allerwichtigste Grund ist aber: Mit der Bearbeitung gebe ich meinem Foto meinen Fingerabdruck. Unter anderem daran kann man meinen Stil erkennen. Meine persönliche Note. Ich gebe dem Foto einen Feinschliff. Übrigens würde ich auch nie Fotos rausgeben hinter denen ich nicht hundertprozentig stehen kann. Die Fotografie ist meine Leidenschaft und ich stecke in jedes einzelne Foto so viel Zeit und Liebe, dass es mir zu viel wert ist, um es einfach so wegzugeben.

Und so kommen wir auch schon zum nächsten Thema: Die Anzahl Dateien. Hier kommt meistens noch dazu, dass ich bei einem Shooting sehr viele ähnliche Bilder mache. So dass man am Schluss selber aussuchen kann, auf welchem Bild man sich selber oder sein Pferd am besten gefällt. Niemand braucht schliesslich 100 fast gleiche Fotos.

„Du verlangst schon echt viel für deine Fotos.“

Hier könnte ich auch einfach auflisten, was alles hinter einem Fotoshooting steht. Das werde ich aber nicht.

Ich beginne einfach mal mit der Zeit. Diese beschränke ich bei meinen Shootings nicht, weil ich finde, dass sie möglichst stressfrei für alle ablaufen sollten. Grob dauern meine Shootings meistens 45 Minuten bis drei Stunden. Je nach Model und Anzahl der Models.
Vorher habe ich ein bis zwei Stunden in Mailkontakt oder Telefonate und Organisation des Shootings investiert.
Nach dem Shooting sortiere ich die Fotos und bearbeite sie grob. Pro Foto investiere ich hier zwei bis vier Minuten. Nachdem ich die Auswahl des Kunden erhalten habe, kommen die Fotos in den Feinschliff. Dies dauert mehrere Stunden. Rechnet man sich die Stunden aus mal einen gewöhnlichen Stundenlohn kommt man recht schnell auf eine beträchtliche Summe. Aber es geht noch weiter 😉

Ich selbst möchte mich immer verbessern. Dazu muss ich mich weiterbilden. Anfangs habe ich dafür Bücher gelesen und Videos geschaut. Und stundenlang ausprobiert! Aber irgendwann hat mich das nicht mehr weitergebracht und ich habe mich für ein Coaching angemeldet. Seither habe ich ausserdem mehrere Webinars „mitgemacht“ zu Themen, die mich interessieren und möchte in naher Zukunft noch einen Workshop im Ausland besuchen.

Zu guter Letzt kommt noch die Ausrüstung. Gutes Equipment für die Pferdefotografie, in meinem Fall eine Vollformatkamera und ein lichtstarkes Teleobjektiv, kostet Summen im vierstelligen Bereich. Das wird einem leider nicht einfach so geschenkt (wäre ja auch viel zu einfach). Ausserdem ein Computer mit einem guten Bildschirm, Studioausrüstung und ganz viel kleines Zeugs, ohne das es trozdem nicht ginge…

So alles in allem macht es Sinn, dass man gute Bilder nicht kostenlos bekommt, oder? Ich hoffe nach diesem Beitrag schon!

Das wars erstmal an Real Talk – für den Moment. Wenn euch solche Beiträge interessieren oder sich dank ihnen etwas bewegt in euch würde ich mich sehr über ein Feedback freuen.

Eure Lara

IMGP0238_web Allgemein

Soulmates

Es ist mal wieder Zeit für einen Blogeintrag 🙂

In letzter Zeit fühle ich sehr stark, was mit mir passiert sobald ich den Stall betrete. Eigentlich beginnt es schon, wenn ich an den Weiden vorbei in die Nähe des Stalls gelange. Die Fotografie ist ja nicht mein Hauptberuf. Die meiste Zeit sitze ich in der Schule, um genau zu sein im Gymnasium. Und oft bin ich am Ende des Tages einfach nur müde, habe einen Druck im Kopf. Doch sobald ich nur in die Nähe der Pferde komme, merke ich wie der Druck langsam beginnt sich aufzulösen. Es fühlt sich an als würden Steine von meinem Herz fallen. Ich vergesse den Rest der Welt und geniesse die frische Luft, den Geruch von Heu. Mein Pflegepferd, Corazon, die mir neugierig entgegenblickt. Eine Ponynase die mich auf etwas Essbares untersucht. Mehr brauche ich nicht.

Wenn mich jemand fragt, was ich mache, antworte ich mit „reiten“. Aber eigentlich ist es so viel mehr als das. Es ist überhaupt nicht das Reiten, was es ausmacht. Natürlich gehe ich auch gerne ausreiten oder übe etwas im Reitviereck. Aber ich behaupte dass ich auch ohne könnte. Denn für mich ist es das Zusammensein mit den Pferden, was es ausmacht. Schon nur auf der Weide zu sitzen und einer Herde beim grasen oder herumtollen zuzuschauen oder mit Corazon durch den Wald zu streifen reicht völlig aus.

The path to my heart is paved with hoofprints.

Dazu fand ich die Fotos vom Shooting mit Patricia und ihren drei Ponys sehr passend, weil ich weiss dass es Patricia genauso geht. Achtung Bilderflut, aber ich konnte mich nicht entscheiden, welche Fotos ich euch zeigen möchte 🙂

Patricia mit Aska

… mit Bobby…

… und mit Petra aka Ömchen <3